Gewöhnlicher Nagekäfer (Anobium punctatum)

Der Gewöhnlicher Nagekäfer (Anobium punctatum) ist der wirtschaftlich wichtigste einheimische Nagekäfer und in Europa sehr weit verbreitet.

Die Käfer sind 3-5 mm groß und haben eine mittelbraune bis braune Farbe. Die Flügeldecken haben feine Punktstreifen. Das Halsschild besitzt einen Höcker und reicht kaputzenartig über den Kopf.

Die Larven haben eine engerlingsartige Form und sind ca. 5 mm lang. Sie sind gelblichweiß und haben auf der Brust drei Beinpaare.

Befall: Nadelholz und Laubholz wird gleichermaßen befallen, wobei weichere Hölzer an kühlen, feuchten Stellen bevorzugt werden. (Temperaturoptimum  22 – 23 Grad Celsius; Larvenentwickung oberhalb 55-60 % rel. Luftfeuchte, Gleichgewichtsfeuchtesatz Holz 10-12 %). Die Eier werden in (sehr Kleine) Risse abgelegt. Die Entwicklungszeit beträgt zwei bis 8 Jahre, die Käfer sind ortstreu.

Das Fraßbild stellt sich im Nadelholz derart dar, dass nur die Frühholzjahrgänge gefressen werden, das Spätholz bleibt erhalten. Im Laubholz dagegen zeigt sich dieses Bild nicht.  Die Gänge verlaufen unregelmäßig im Holz und sind locker gefüllt mit Nagsel und Kot. Die Ausfluglöcher sind kreisrund und  haben einen Durchmesser von knapp 1 mm bis über 3 mm.

Bei Fragen können Sie hier Kontakt aufnehmen.

Gewöhnlicher Nagekäfer

Gewöhnlicher Nagekäfer, 20fach vergrößert

Befall NK

Befall gewöhnlicher Nagekäfer – von außen fast nicht zu erkennen

Gewöhnlicher Nagekäfer - Anobium punctatum von oben. (c) Siga Wikipedia

Gewöhnlicher Nagekäfer – Anobium punctatum von oben. (c) Siga Wikipedia

Die Porenschwämme (Poria vaillantii, Antrodia spp.) – Weißer Porenschwamm

Charakteristik der Porenschwämme:

Unter den Begriff „Porenschwämme“ fasst man insbesondere drei häufige, ähnliche holzzerstörende Pilze zusammen: Androdia sinuosa (Schmalsporiger Weißer Porenschwamm), Fibroporia vaillantii (Breitsporiger Weißer Porenschwamm), Tyromyces placenta (Rosafarbener Saftporling). Diese Pilze sind Braunfäuleerreger, sie rufen einen kleinformatigen Würfelbruch hervor. Im Beriliner Raum wurde in den letzten Jahren auch oft der Gelbe Porenschwamm (Antrodia Xantha) festgestellt, dieser sowohl an Holzbauteilen des Dachstuhls wie auch an Holzbalkendecken (besonders im Badbereich). Voraaussetzung für alle Porenschwämme sind hohe Holzfeuchten.

Art der Befälle und Befallsbild:

Besonders häufig befallen die Porenschwämme Nadelholz, auch im Freien und mit Erdkontakt. Der Pilz benötigt einen hohen Wassergehalt zum Wachstum. Der Pilz ist resistend gegen kupferhaltige Holzschutzmittel (die Holzbalken auf dem Bild sind kesseldruckimprägniert).

Besonders charakteristisch ist das eisblumenartig verzweigte Mycel der Porenschwämme, wenn es sich so ausbildet. Ebenso kann es als dichter weißer Überzug in Erscheinung treten.

Zu beachten:

Die Porenschwäme kommen sehr oft zusammen mit anderen holzzerstörenden Pilzen vergesellschaftet vor. Sehr oft treten sie zusammen mit dem Echten Hausschwamm (Serpula lacrymans) und den Braunen Kellerschwämmen (Coniophora puteana) auf. Oft löst auch einer dieser Pilze jeweils den anderen ab, wenn sie die Entwicklungsbedingungen ändern.

Weißer Porenschwamm

Fruchtkörper weißer Porenschwamm

Myzel Porenschwamm

Myzel Weißer Porenschwamm – jedoch ohne erkennbare Eisblumenstruktur

Vorbeugeung gegen Echten Hausschwamm

Im Folgenden geben wir Ihnen einige kurze Anregungen, wie Sie in Ihrer Immobilie dem Echten Hausschwamm vorbeugen können.

  1. Sorgen Sie für Belüftung und Luftumwälzung. Der Echte Hausschwamm mag keine Zugluft.
  2. Achten Sie darauf, dass Holzbauteile -ganz besonders im Kontakt mit Mauerwerk- nicht feucht werden. Dazu gehört, Dachundichtheiten sofort zu reparieren; nach Wasserschäden Verkleidungen zu öffen und eine technische Trocknung durchzuführen; in Kellerräumen besondere Obacht walten zu lassen – siehe 3.) und 4.) und unter den weiteren Punkten.
  3. Sie sollten feuchte Keller fachgerecht abdichten lassen.
  4. Lagern Sie nie auf feuchten Kellerfußböden unmittelbar Kamin-oder Brennholz oder Briketts, kein Papier, keine organischen Materialien wie Stoffe usw. Zwischen den Kellerfußböden und solchen Materialien gehört eine Luftschicht, d.h. lagern Sie solche Materialien nur auf Rosten (aus anorganischen Materialien – nicht etwa aus Holz!)
  5. Insofern Sie planen, Keller- oder Dachräume auszubauen, sollten Sie grundsätzlich vor Beginn der Arbeiten eine holztechnische Untersuchung von einem Sachverständigen vornehmen lassen.  Nur so können Sie vermeiden, dass Ihnen und Ihrem Vorhaben ein verdeckter oder versteckter Pilz-oder Insektenbefall zum teuren Verhängnis wird und nur so können Defizite im Bestand aufgedeckt werden. Im Vergleich zum vermeidbaren Schaden ist das Honorar des Fachmanns mehr als angemessen niedrig.
  6. Stellen Sie sicher, dass die Einbaufeuchten von neuem Bau-Holz mit einer Holzfeuchte von maximal 15 % + 3 %, also mit maximal 18 % erfolgen. Auch hier kann ein Sachverständiger eine nachvollziehbare und eine normgerechte Holzfeuchtemessung vornehmen und Sie bei den Vorgängen wie Warenübernahme und Abnahme unterstützen. Wer hier spart, spart an der falschen Stelle.

Bei Fragen können Sie uns gern kontaktieren: Kontakt.

Überprüfung Holzspielplatzgeräte

Spielplätze werden heute vielfach aus Holz errichtet, die Holzspielplatzgeräte erfreuen sich bei Kindern und Eltern großer Beliebtheit. Der Werkstoff Holz bietet hierbei bei fachgerechtem Einsatz folgende Vorteile:

  • Er ist die Grundlage für dauerhafte Holzspielplatzgeräte.
  • Holz ist ein natürlicher, bei Berührung behaglicher handwarmer Werkstoff
  • Holz ist optisch attraktiv
  • Holz ist gut zu bearbeiten und leicht mit anderen Werkstoffen zu kombinieren
  • Holz hat eine gute Tragfähigkeit bei geringer Rohdichte.

Vielfach unbekannt ist jedoch der Fakt, dass sowohl die öffentlichen wie auch privaten Betreiber einen Wartungsplan gemäß DIN EN 1176 Teil 7 einen Wartungsplan aufzustellen haben, um die Produktsicherheit der Holzspielplatzgeräte zu gewährleisten und den natürlichen biotischen und abiotischen Abbauprozeß des Holzes durch geeignete Maßnahmen hinauszuzögern und mithin im Sinne des Betreibers eine möglichst lange Nutzungsdauer der Geräte zu erzielen. Bestandteil dieses Wartungsplanes sind unter anderem regelmäßige Inspektionen zur Beurteilung des Holzzustandes durch entsprechend der Aufgabe befähigtes Personal, also idealerweise durch einen Sachverständigen für Holzschutz, denn nur dieser kann Defizite und biotische sowie abiotische Holzschädigungen erkennen und sicher werten.

Regelmäßig heißt im Sinne der genannten Ziele, dass diese Inspektionen der Holzspielplatzgeräte idealerweise halbjährlich, mindestens jedoch einmal im Jahr vorgenaommen werden.

Auch der Planer bzw. Architekt von Holzspielplätzen hat im Rahmen seiner besonderen Beratungs- und Aufklärungspflichten diesbezüglich zu den geplanten Holzarten bezüglich Nutzungsfähigkeit, Nutzungsdauer, Wartungs-und Inspektionsbedarf den Bauherrn zu beraten und insbesondere baulich-konstruktive Holzschutzmaßnahmen zu planen.  Dies kann nicht vollständig auf den Ausführungsbetrieb delegiert werden. Schon aus diesem Grunde ist es ratsam, einen Fachmann für Holzschutz so frühzeitig wie möglich mit einzubeziehen. Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass der Begriff „Holzschutz“ nicht alleinig chemische Maßnahmen umfasst, sondern größten Teil organisatorische, baulich-konstruktive und umweltverträgliche Maßnahmen.

Wenn Sie Fragen zum Thema Holzspielplätze haben oder die Inspektionen beauftragen möchten, so können Sie hier Kontakt aufnehmen.

Holzspielplatz

Typisches Holzspilplatzgerät. Schwachstelle: Pfosten ohne Schutzmaßnahmen in Erdreich eingegraben.